Eisenmangel Diagnose

Diagnose und Behandlung

Grundsätzlich verfügt der Körper über die Fähigkeit, Eisenverlust und erhöhten Eisenbedarf selbst auszugleichen. In diesen Fällen greift der Körper auf die Eisenspeicher zurück und nimmt doppelt soviel Eisen wie normal aus der Nahrung auf.

Um Eisenmangel festzustellen werden in der Regel folgende Bestimmungen durchgeführt:
• Hämoglobin (Hb) - bei Eisenmangel meist erniedrigt
• Ferritin - bei Eisenmangel meist erniedrigt, kann bei Entzündungen jedoch auch erhöht sein
• Sättigung des Transferins mit Eisen - bei Eisenmangel meist erniedrigt
• mittleres Erythrozytenvolumen (=> Grösse der roten Blutkörperchen), (MCV) - bei Eisenmangel sind die roten Blutkörperchen zu klein und können so nicht genügend Sauerstoff transportieren. Liegt jedoch ein Vitamin B12-Mangel vor, dann sind die roten Blutkörperchen zu gross und können ebenfalls nicht ausreichend Sauerstoff aufnehmen. Anhand der Grösse der roten Blutkörperchen kann der Arzt feststellen, ob eine Anämie aufgrund von Eisenmangel oder von Vitamin B12-Mangel vorliegt.
• Hämoglobingehalt in den roten Blutkörperchen (MCH) - bei Eisenmangel meist erniedrigt

Um Eisenmangel und Eisenmangelanämie zu behandeln, werden in der Regel Medikamente empfohlen, die zweiwertiges Eisen enthalten. Seit kurzem werden auch immer häufiger Eisen-Infusionen durchgeführt, um Eisenmangel zu behandeln.
Es ist daher ratsam, durch einen Arzt abklären zu lassen, ob Eisenmangel bzw. eine Eisenmangelanämie vorliegt und welche Behandlung die geeigneste ist.